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"24 STUNDEN BETREUUNG" IM EIGENEN ZUHAUSE

DURCH PFLEGEPERSONAL AUS POLEN

Wir schließen sehr viele Verträge mit polnischen Firmen ab, die polnischen Pflegekräfte kommen zu vielen Menschen in ganz Deutschland, um zu helfen, den Lebensabend dank einer 24 Stunden Pflege in Würde und selbstbestimmt Zuhause verbringen zu können.

Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, Ihnen hier einige Hintergrundinformationen über das Herkunftsland der "polnischen Perlen" darzustellen.






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25 Stunden Betreuung


"24 STUNDEN PFLEGE" DURCH PFLEGEPERSONAL

AUS POLEN IN IHREM ZUHAUSE


24h Pflege, rund um die Uhr Betreuung
Sie möchten nach Polen fahren? Dann haben wir ein paar kleine Tipps für Sie


Zunächst einmal vor allem etwas Grundlegendes, vorausschauendes Fahren und Zurückhaltung, da kommen Sie am weitesten mit.

Fahren Sie nicht so wie die Einheimischen. Hintergrund ist zunächst, man kontrolliert vor allem deutsche Fahrzeuge seitens der Polizei mit Vorliebe, nicht um die Insassen zu ärgern, sondern um den Fahrzeugdiebstahl einzudämmen. Hierbei erkannte Regelwidrigkeiten ahndet man bei dieser Gelegenheit jedoch natürlich gleich mit.

Zudem aus Gründen der Sicherheit, der polnische Autofahrer hat es eigentlich fast immer eilig. Wenn Sie an einer Ampel nur einen Atemzug zu lang zögern, rauscht der bislang hinter Ihnen wartende Verkehrsteilnehmer unter Umständen rechts oder links an Ihnen vorbei, zumeist gefolgt von weiteren polnischen Verkehrsteilnehmern, die es ähnlich eilig haben, wenn auch sicherlich keiner so recht weiß, warum er es so eilig hat. Sollten Sie an gleicher Stelle zu früh bremsen und es dem ein oder anderen polnischen Mitmenschen einfallen, dass das Orange der Ampel immer noch ein ganz klein wenig Grünlichtanteil hat, zeigt sich ein ähnliches Bild, dass man mit qualmenden Reifen irgendwie noch an Ihnen vorbeiziehen wird oder Sie mit einem Hupkonzert zum Weiterfahren bewegen möchte.

Die Einheimischen haben zum Teil eine recht krasse Fahrweise, man sollte es manchmal kaum glauben, dass es dort so etwas wie Verekehrsregeln gibt.

Vor allem junge Polen mit Autos deutscher Herkunft und einigermaßen Leistung aus dem Motorbereich fahren gerne, als wären Sie komplett unverwundbar, man überholt in Kurven, kurz vor Kuppen, 3 bis 4 Fahrzeuge hintereinander bei nur wenigen Metern Sichtweite, wenn was kommt wird man schon irgendwie reagieren. In betont unbequem lässiger Sitzhaltung, den Sitz nahezu in Liegeposition gebracht, der Kopf kaum höher als das Amaturenbrett, ein Arm locker auf dem Lenkrad liegend, hierbei mit der immer noch freien Hand zur Unterhaltung mit dem Beifahrer gestikulierend, mit der anderen Hand wechselt man gleichzeitig zwischendurch gerade die Simkarte eines Handys, hierbei dröhnt der Bass aus dem Subwoofer im Heck, dass die Scheiben wackeln. Wenn man gerade nicht überholen kann, krabbeln diese Leute dann den Vorausfahrenden nahezu das Fahrzeugheck herauf und, es ist ja schließlich langweilig nur wenige Zentimeter hinter Ihnen, tippt hierbei noch die ein oder andere SMS ein. Solche Leute fahren immer irgendwie, als würden Sie ganzjährig einen Stunt für einen Actionstreifen proben.

Wenn Sie nun verständlicher Weise der Meinung erliegen sollten, dass das doch etwas übertrieben ist, das wäre zwar nachvollziehbar, jedoch leider falsch, es handelt sich um eigene Beobachtungen, die der Ersteller dieser Webseite als Fahrer, wie auch als Beifahrer in Polen leider machen musste. Solche Sachen kommen vor, was das vorausschauende Fahren in Polen, wie eingangs erwähnt, ganz besonderen lebenserhaltenden Sinn verleiht. Selbstverständlich fahren nicht alle polnischen Verkehrsteilnehmer derart krass, aber viele.

Es kann leicht passieren, dass Ihnen solch ein total enthemmt Unverwundbarer entgegenkommt, Sie tun also gut daran, vor Kurven und Hügeln besonders vorsichtig zu fahren.

Auf der anderen Seite gibt es auch das krasse Gegenteil, mit 50 ausserhalb geschlossener Ortschaften. Das hat dann zumeist einen Sinn, denn das Fahrzeug, ein alter Polski Fiat, liebevoll "Maluch", was so viel bedeutet wie "Kleiner" oder "Winzling", vergleichbar mit einem Fiat 500, gibt je nach Baujahr und Zustand kaum mehr her bei Vollast, zudem ist das Fahren eines solchen Gerätes in etwa mit Cartfahren zu vergleichen, man fühlt sich auf öffentlichen Straßen nicht sehr sicher damit, wenn hingegen Schlachtschiffe mit mehr als doppelter Geschwindigkeit um einen herumkreisen. Damit möchte ich nichts gegen dieses Vehikel gesagt haben, im Gegenteil, das Fahren mit einem solch süßen kleinen Töff-Töff kann wirklich viel Spaß machen.


Autobahnen.

Autobahnen findet man in Polen sehr selten, ein landesweites Netz ist zwar geplant, jedoch werden noch viele Jahre vergehen, bis das fertig ist. In einigen Gegenden ist man bereits jetzt so weit, diese Autobahnen sind sehr schön und in bestem Zustand. Im Bereich Warschau oder Schlesien - bis hin nach Krakau sind die neuen Autobahnen wirklich ganz phantstisch. In anderen Gegenden, im Südwesten oder Nordwesten, aus eigener Erfahrung, gibt es noch Autobahnen, die man eigentlich nur so bezeichnet, weil sie mehrspurig ausgebaut sind. Wenige Zentimeter Beton auf Kopfsteinpflaster gegossen, teilweise wieder weggeplatzt, demnach rumpelt es gehörig auf diesen Strecken. Diese sind dann zumeist auch auf 80 bis 100 km/h beschränkt, aber auch das ist eher für hartgesottene Fahrzeugführer oder Fahrzeuge mit besserer Bodenfreiheit.

Bei dieser Gelegenheit, mit einem tiefergelegten Fahrzeug sollten Sie Polen eher meiden, auch dieser Tipp aus eigener leidvoller und teurer Erfahrung. Auch Motorradfahren kann man sich so richtig entspannt eigentlich nicht vorstellen. Dementsprechend wenig Motorräder sieht man auf den Straßen.

Manche Teilstrecken sind hingegen auch hier recht entspannt fahrbar, und da sollte man genau aufpassen, teilweise sind das gar keine Autobahnen mehr, sondern Kraftfahrstraßen.

Eigentlich ist man es in Deutschland gewohnt, dass sich beides kaum unterscheidet und so ist man doch etwas erschrocken über den ersten - ZEBRASTREIFEN. Zebrastreifen? Ja genau. Und da man es gewohnt ist, vor diesen Zeichen anhalten zu müssen kommt auch gleich der Fehler beim ersten Ansichtigwerden, man steht so richtig in die Bremsen - und hat sogleich einen Unfall, da der nachfolgende Verkehr genau das nicht erwartet.

Diese werden 100 Meter zuvor mit Warnschild angekündigt, bei 120 km/h kein leichtes Unterfangen, da noch vorher zum Stehen zu kommen, zumal Einheimische wirklich nur sehr selten an Zebrastreifen anhalten, dort aus gutem Grund gar nicht. Bei 120km/h wären auch Auffahrunfälle vor diesen im Minutentakt zu erwarten, weshalb kein dort wartender Fußgänger wirklich auf seinem Recht besteht.

Zudem gibt es auch kreuzende Linksabbiger und hier und da mal eine Ampel. Das ist höchst gewöhnungsbedürftig, also Vorsicht.


Ansonsten sind Landstraßen Trumpf.

Ortsumgehungen sind sehr selten, in Gegenden mit wenig oder keinen Autobahnen rollt der ganze Verkehr mitten durch die Ortschaften. Das ist nicht nur weniger schön für die Anwohner und den Häusern an der Hauptstraße bereits an der rußgebräunten Aussenfarbe anzusehen, sondern auch zeitraubend und für den Straßenzustand auch innerorts ein Desaster.

Die Landstraße sind in aller Regel zweispurig, haben jedoch einen schmalen Zusatzstreifen beiderseits, ähnlich dem Standstreifen einer Autobahn.

Dieser Zusatzstreifen wird verwendet, um kurzzeitig nach rechts herüber zu fahren und schnelleren Fahrzeugen das Überholen zu ermöglichen. So man Ihnen das Überholen ermöglicht, so gilt es als höflich, wenn Sie sich durch kurze Betätigung des Warnblinkers dafür bedanken.

Das ist jedoch nur erlaubt, solange die Fahrbahnmarkierung zum Seitenstreifen hin gestrichelt ist. Über durchgezogene Linien fahren Sie bitte auf gar keinen Fall, das kann teuer werden.

Zudem enden diese Seitenstreifen meist recht abrupt, z.B. bei Einmündungen oder Bushaltestellen und werden hinterher weiter geführt. Es empfiehlt sich demnach wieder einmal, sehr vorrausschauend zu fahren.

Es kann jedoch auch passieren, dass ein entgegenkommender, der von seinem Vordermann keinen Platz zum Überholen gemacht bekommt, oder der einen anderen Verkehrsteilnehmer überholen will, der seinerseits bereits ein Überholvorgang durchführt, genau diesen Zusatzstreifen auf Ihrer Seite für Sie mit einberechnet und Ihnen auf Ihrem normalen Fahrstreifen entgegenkommt, Sie sind also gezwungen, auf diesen Fahrstreifen dem entgegenkommenden Fahrzeug auszuweichen. Lichthupe und Hupe oder kräftiges Schimpfen, um den davon abzubringen, kümmert hier niemand wirklich, der wird diesen Vorgang durchführen, Sie sind am Zug mit Ausweichen und bis Sie ausgewichen sind ist der bereits weit weg.

Der Zustand der Landstraßen schwanken zwischen sehr gut und erbärmlich. Schlaglöcher sind im Sommer eher selten, im Winter jedoch auf manchen Straßen ähnlich der kraterzernarbten Mondoberfläche alle paar Meter der völlig normale stoßdämpferkillende und karkassenvernichtende Wahnsinn. Man kann ihnen kaum ausweichen, da die Löcher vor allem in den Spurrillen auftreten und die Fahrbahnen mitunter so eng sind, dass man auf seinem Fahrstreifen nicht auswecihen kann, solnage Gegenverkehr herrscht.

Sehr tiefe Spurrillen in bordsteinhoher Tiefe auf vielen Straßen gehören dagegen ganzjährig zum normalen Bild. Der Grund ist, dass über ein und die selbe Stelle der ganze Schwerlastverkehr rollt. Bei Straßenarbeiten wird zumeist lediglich der alte Belag abgeschliffen und ein neuer daraufgelegt oder Schlaglöcher halbherzig mit Material aufgefüllt, richtige Neubauten mit neuem Unterbau sind eher selten. Eine heute wunderbar reaprierte Fahrbahn kann in 2 Jahren aus diesem Grund bereits wieder völlig ruiniert sein, wenn tausende Lkw täglich bei Sommerhitze den Belag so richtig zusammengeknetet haben. Im Winter platzt dann an diesen Stellen der Belag großflächig auf.

Bei Regen wird eine solche Fahrbahn zur Auqaplaning-Teststecke, wenn mehrere Zentimeter tief Wasser in den Rinnen auf der Fahrbahn stehen. Man kann versuchen, ausserhalb der Spurrillen zu fahren, dann jedoch hält man sich oft bereits im Bereich des Gegenverkehrs auf, da manche Fahrbahnen auch gerade das Mindestmaß in der Breite aufweisen.

Sie werden zudem dennoch einige Menschen feststellen, die auch hier noch überholen, wenn Sie vor lauter Gischt vom Vordermann kaum noch etwas sehen und eher das Gefühl haben, zu schwimmen, als zu fahren.


So Sie vor einigen Jahren bereits durch Polen gefahren sind und noch keine bis kaum Geschwindigkeitsmessanlagen feststellen konnten, so könnten Sie jetzt ein blaues Wunder erleben, denn die Geräte stehen in manchen Teilen an jeder Ecke. Man hat aufgerüstet und verfügt nun ebenfalls über moderne Einseitenlichtschranken und Lasermessgeräte, und man setzt diese sehr viel ein. Selbst auf kleinen Landstraßen steht hin und wieder die Polizei mit Laserpistole, nimmt Maß. Ein guter Rat also, halten Sie sich strikt an die jeweilig vorgeschriebenen Geschwindigkeiten, auch wenn die Einheimischen um Sie herum das nicht tun, die wissen meist sehr genau, wo die Polizei gerne steht.

Achtung, in Polen fahren Sie immer mit Licht, auch am Tag




Munteres Windschattenfahren.

Gerade auf Landstraßen kann es Ihnen passieren, dass ein weiterer Fahrzeugführer einigermaßen dicht hinter Ihnen herfährt, vor allem, wenn Sie zu schnell fahren. Verwunderlich wird es vor allem dann, wenn der eigentlich überholen könnte, das aber nicht tut, sondern brav weiter, jedoch unbequem dicht hinter Ihnen herfährt.

Wenn dem so ist, will der Sie nicht ärgern, naja, vielleicht auch ein bischen, vor allem aber spielt der ein beliebtes Spiel in Polen, das man am besten umschreiben könnte mit:"Man fange sich einen Vordermann".

Der hinter Ihnen nutzt Sie als Deckung zur Polizei aus. Sie fahren etwas schneller, die Polizei steht und kontrolliert. Wenn Ihr Hintermann es schafft, dicht genug an Ihnen zu bleiben, werden Sie gemessen, Ihr Hintermann jedoch geht kostenfrei aus. Sollten Sie den Messvorgang rechtzeitig bemerken, können Sie zudem nicht bremsen, das wäre glatter Selbstmord, denn der hinter Ihnen wird in Sie reinfahren. Also müssen Sie weiterfahren.

Im Polen wird seltener mit einer mobilen Blitzanlage auf Radarbasis oder durch Lichtschranke gemessen, sondern zumeist mit Laserpistole, das heißt von vorne. Aus diesem Grund wird auch dichter aufgefahren, man muss nach keinem Blitz Ausschau halten, man muss den Messvorgang selbst eliminieren. Der Vordermann wird gemessen, der dicht auffahrende im Windschatten kann direkt nicht gemessen werden, da der Vordermann im Weg ist. Da jedoch niemand gerne zahlen möchte, entwickelt sich daraus oft auch ein Hin und Her, der Vordermann lässt überholen und setzt sich danach hinter den Überholenden.


Der Stau.

So Stau herrscht, dann gleich richtig. Vor allem auf Landstraßen zum polenweiten Ferienbeginn auf dem Weg zur Ostsee im Sommer kann es Ihnen passieren, dass Sie eine Stunde an der selben Stelle stehen bleiben.

Das sollten Sie gelassen hinnehmen. Keinesfalls versuchen Sie, sich durch meilenweites Überholen an der Schlange vorbei zu mogeln. Man reagiert hierbei recht gnadenlos, wird Sie nicht nur lediglich am Wiedereinscheren hindern, sondern ausbremsen und abdrängen, bis alle, die Sie überholen wollten, wieder vor Ihnen sind. Es kümmert auch keinen, wenn Sie bis dahin im Gegenverkehr herumstehen müssen, Sie glauben gar nicht, wie dicht man an andere Fahrzeuge seitlich heranfahren kann. Es steht Ihnen selbstverständlich frei, umzudrehen und andere Wege zu suchen, zumeist hängt der Stau daran, dass man in der nächsten Ortschaft eine Fußgängerampel hat, die jede Minute umschaltet und man keinerlei Programänderungen daran vornimmt, oder gar regelt. Es läuft halt wie es kommt.


Kreisel.

Wie in Deutschland auch boomt in Polen die Kreiselbaulust auf das Munterste. Jedes Örtchen will einen Kreisel und baut den auch. Die Regeln sehen genau so aus wie in Deutschland auch, man ist vielleicht etwas risikofreudiger beim Einfahren. Sie fahren hier am besten etwas langsamer ein und rechnen fest damit, dass der Wartende am nächsten Kreiselast auch einen knappen Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden ohne Vorankündigung als Durchfahrtslücke nutzt.


Alkohol.

Das Bierchen zum Pausensnack an der Raststätte verkneifen Sie sich besser, Es gilt die 0,2 Promille Grenze. Das bedeutet, Sie sollten am besten keinerlei Alkohol zu sich nehmen, so Sie sich auf Polens Straßen bewegen.

Es gilt auch, dass der Führer eines Kraftfahrzeuges am Steuer nicht rauchen, trinken oder essen darf, auch das Telefonieren ist strikt verboten.


Eine Kontrolle.

Die Beziehung Polizei / Bürger ist in Polen bei weitem anders als in Deutschland. In Deutschland neigt man dazu, über Sinn oder Unsinn der Maßnahmen mit einem Polizeibeamten zu diskutieren, man zweifelt an, man Widerspricht, versucht sich heraus zu reden, wird böse und teilweise ungehalten oder auch nur leicht unhöflich und redet sich seinen Frust vom Leib, beim Regelverstoß erwischt worden zu sein.

Im eigenen Interesse sollten sie nicht einmal eines dieser Merkmale in Polen zeigen, die Polizei hat weit höhere Befugnisse, weit geringere Einschreitschwellen und einen recht großen Entscheidungsspielraum. Je feundlicher Sie sind, Reue zeigen, betroffen sind, einsichtig und freundlich und Besserung geloben, je größer ist die Chance, dass es günstiger für Sie wird. Je mehr Sie widersprechen, desto teuerer wird es werden.

Wenn Sie also kontrolliert werden, sind Sie bitte ausgesprochen freundlich und höflich und Anweisungen befolgen Sie bitte sogleich ohne Diskussion. Solange Sie freundlich sind wird man auch zu Ihnen zwar streng, jedoch nicht unfreundlich sein und solange Sie tun, was angeordnet wird, ist man eher geneigt, fünf auch mal gerade sein zu lassen.

Anders als hierzulande, wo alles genau festgelegt ist, welcher Verstoß wieviel kostet, hat ein Polizeibeamter in Polen einen Entscheidungsspielraum. Beispielsweise eine Fahrt über eine Ampel bei angezeigtem gelbem Licht, hierzulande geradezu lächerlich und fast jeder fährt da noch drüber. In Polen kann ein Polizeibeamter das mit bis zu 200 PLN ahnden. "Mit bis zu" bedeutet, je freundlicher Sie sind, je mehr sie den Anweisungen folgen, desto günstiger kann es werden (muss aber nicht).

Ein Polizeibeamter wird in Polen Gesetze auch viel genauer auslegen, als sein deutscher Kollege. Das Fahren bei Gelblicht über eine Ampel, das nicht 100% komplette Anhalten an einem Stopschild oder Andreaskreuz, solche hierzulande mittlerweile fast eingebrügerte Kleinigkeiten werden dort streng verfolgt.

Hinzu kommen Delikte wie Essen oder Trinken am Steuer, Rauchen am Steuer, das Telefonieren sowieso. Wer den Gegenverkehr mit Fernlicht blendet, einen Radfahrer im Überholverbot auf der Landstraße überholt und hierbei die weiße Linie auch nur berührt, alles Dinge, an die man sich erst wieder gewöhnen muss.

Dennoch hat Polen viel mehr Verkehrstote als Deutschland zu beklagen, mit ein Grund für die sehr enge Auslegung der Vorschriften durch Träger von Hoheitsgewalt.

Hier ein Auszug aus dem Bußgeldkatalog:

Verkehrsverstoß

Bußgeld
Verursachung eines Unfalls

Fahren nach dem Alkoholgenuss

Fahren unter Alkoholeinfluss

Unterlassene Hilfeleistung bei Verkehrsunfall

Überholen am oder kurz vor Zebrastreifen

Nichtbefolgen der Vorschriften zur Kindersicherungspflicht

Nichtbeachten der Vorfahrtsregeln

Geschwindigkeitsüberschreitung bis 10 km/h

Geschwindigkeitsüberschreitung um 11 - 20 km/h

Geschwindigkeitsüberschreitung um 21-30 km/h

Geschwindigkeitsüberschreitung um 31 - 40 km/h

Geschwindigkeitsüberschreitung um 41 - 50 km/h

Geschwindigkeitsüberschreitung um 51 km/h und mehr

Rechtswidriges Überholen

Überholt unter Nichtbeachten von Verkehrszeichen

Fahren ohne Licht (gilt 24 Stunden am Tag)

Nichtbeachten des STOP Verkehrszeichen

Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung

20 - 500 PLN

20 - 5000 PLN

bis 720000 PLN

20 - 5000 PLN

200 - 500 PLN

150 PLN

300 PLN

bis 50 PLN

50 - 100 PLN

100 - 200 PLN

200 - 300 PLN

300 - 400 PLN

400 - 500 PLN

100 - 350 PLN

300 PLN

200 PLN

100 PLN

200 PLN

Für einige hier aufgelistete Verkehrsverstöße kann zusätzlich Fahrverbot sowie Freiheitsstrafe angeordnet werden.

 

 

Ausländer müssen in Polen ihre Bußgelder bar bezahlen.
Bei Unfall ist es sehr ratsam Polizei anzurufen. Die Rufnummern sind : 997 oder 112



Die uniformierte Polizei darf gantägig Fahrzeuge anhalten, Polizei in Zivil nach Einbruch der Dunkelheit nur zusammen mit uniformierter Polizei.


Auto abstellen?

Kommen wir zum leidigen Thema, dem Fahrzeugdiebstahl. Leider Gottes ist es nicht nur ein Gerücht, dass in Polen überproportional Fahrzeuge vor allem deutscher Autohersteller entwendet werden. Vorwiegend Mercedes, BMW, ganz begehrt Audi, zudem VW und auch Volvos verschmäht man nicht.

Man weiß in Polen nur zu genau, dass die Deutschen ihr heiligs Bleche hegen und pflegen, dieses also in gutem Zustand ist. Mit ein Grund dafür, dass man gerne Fahrzeuge mit deutschen Kennzeichen entwendet.

Letztlich gibt es kaum ein Mittel, das wirklich richtig zu verhindern. Der Verfasser dieser Webseite hat mal einen Audi auf einem öffentlichen Parkplatz in Polen abgestellt, gesichert mit einer Lenkradblockade des ADAC, einer zudem über das Amaturenbrett und einer zwischen Handbremse und Schalthebel. Aussen war eine Parkkralle angebracht, das Fahrzeug ausgerüstet mit Wegfahrsperre und Alarmanlage. 5 Minuten später war das Fahrzeug nicht einmal mehr in Sichtweite und ist offensichtlich weggefahren, nach Spurenlage.

Ein weiteres Mal sollte ein solches baugleiches Fahrzeug entwendet werden, scheiterte jedoch daran, dass man einen Schalter in die elektrische Zuleitung der Kraftstoffpumpe eingebaut hat. Da ohne Treibstoff kein Fahrzeug wegfährt und der Schalter nicht sogleich gefunden werden konnte, hat man das Fahrzeug dann doch stehen lassen.

Herkömmliche Anlagen taugen also nicht wirklich, gefragt sind eigenwillige Lösungen abseits der Norm.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, man fahre nach Polen mit einem Auto, dass man dort nicht mag.

Ein polnisches Autofahrersprichwort soll besagen, man fahre keinesfalls mit Fahrzeugen, die mit F anfangen. Ford, Fiat, French, f.. Opel. Das könnte was helfen, wenn man mit Fahrzeugen dort hinfährt, die dort keiner will.

Bewachte Parkplätze sollen auch etwas helfen, Sie werden jedoch ein Fahrzeug, welches dort entwendet wird, nicht ersetzt bekommen.

Erkundigen Sie sich auch bitte vor Antritt einer Polenfahrt, ob Ihre Versicherung bei einem Totalverlust in Polen bezahlt. Es gibt mitterweile einige Versicherer, die das nicht mehr tun. Leihwagen nach Polen zu fahren wird von namhaften Verleihern nicht gestattet.

Hinzu kommt natürlich, Handys, Navigationsgeräte, Taschen, Koffer, Laptops, etc - all diese Dienge gehören wie auch hierzulande nicht in ein Auto.

Und noch ein Tipp, den man uns seitens der Polizei in Polen anlässlich der Anzeigenaufnahme des entwendeten Fahrzeuges gegeben hat, sollten Sie gerade hinzukommen, wenn man Ihr Fahrzeug im Zuge eines Diebstahls bearbeitet, seien Sie still und bleiben Sie weg. Die Leute verstehen keinen Spaß bei der "Arbeit".


Tanken in Polen.

Zunächst die aktuellen Treibstoffpreise in Polen.



Auch in Polen wird nur noch bleifreier Kraftstoff angeboten. Er heißt dort Natural, oder in Polen auch "Benzyna bezo łowiowa". In Polen steht sehr oft ein durchgestrichenes "Pb" als Zeichen für bleifreien Kraftstoff, "Pb" ist das Zeichen für das chemische Element Blei. Dazu wird jeweils die Oktanzahl angegeben:

Pb 91 = Normalbenzin
Pb 95 = Super
Pb 98 = Super Plus.

Zapfsäulen mit bleifreiem Kraftstoff erkennt man oft auch anhand der Farbgebung: Das Wort "Natural" oder "Pb" steht dort in weißer Schrift auf grünem Grund.
Normalbenzin mit 91 Oktan wird an polnischen Tankstellen nicht angeboten; statt dessen kann Super (Pb 95) getankt werden.
Für sehr alte Autos, die keinen bleifreien Sprit vertragen bieten manche Tankstellen noch Benzin mit Zusatzstoffen (Bleiersatz) an. Es ist gelb oder rot gekennzeichnet und heißt Speciál.

Diesel ist natürlich auch drüben an jeder Tankstelle erhältlich. In Polen heißt Diesel "Olej Napeędowy", abgekürzt: "ON" oder selten nur "O". In Tschechien heißt es meistens "Diesel", selten auch "Nafta".
Oft findet man die Diesel-Zapfsäule leicht anhand der Farbgebung: Die Bezeichnung "ON" bzw. "Diesel" steht in weißen Buchstaben auf schwarzem Grund.


Die grüne Versicherungskarte.

Das Mitführen der grünen Versicherungskarte ist seit dem 1.5.2004 in den neuen EU-Ländern nicht mehr erforderlich. Es erleichtert aber die Abwicklung im Schadensfall, wenn man diese trotzdem dabei hat.


Geschwindigkeit.

In geschlossenen Ortschaften 50 km/h (nachts von 23 bis 5 Uhr 60 km/h), auf Landstraßen 90 km/h, auf Schnellstraßen 100 km/h, auf Autobahnen 130 km/h. In vielen Ortschaften ist die Geschwindigkeit durch zusätzliche Schilder auf 40 km/h begrenzt.


Zebrastreifen.

Es gibt in Polen unglaublich viele Zebrastreifen. Die Einheimischen halten kaum bis gar nicht an. Letzteres gibt auch wirklich Sinn, entgegen der Vorschriften. Es gibt Streckenabschnitte mit 15 Zebrastreifen hintereinander in jeweils kaum 100 Metern Entfernung. Wenn man an jedem anhalten würde, man käme kaum noch voran.

Jedoch gibt es auch Fußgänger, die bei Herannahen eins deutschen Fahrzeuges, in Kenntnis dessen, dass man als Deutscher vordiesen Strichen hält, munter drauf loslaufen.

Die meisten jedoch bleiben brav stehen und warten, bis sich eine Lücke auftut. Als Fußgänger sollten Sie es auf gar keinen Fall so machen, wie in Frankreich, Polens Autofahrer und Frankreichs Fußgänger, wo man einfach mal drauf losläuft, sonst hält nie einer, ergibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Aufenthalt im Krankenhaus. Am besten, Sie warten auch geduldig, bis entweder ein Deutsches Fahrzeug anhält und sie rüberlässt oder eine Lücke groß genug ist. In jedem Fall sollten Sie jedoch, wenn einer anhält, zuwarten, bis beide Richtungen stehen, denn es kann auch sein, dass der dem Wartenden Entgegenkommende doch einfach durchfährt. Es bringt auch wirklich gar nichts, auf sein Recht zu pochen, Autos haben Knautschzonen, Fußgänger nicht.


Bahnübergänge.

Bahnübergänge sind nicht selten völlig unbeschrankt. Sie fahren am besten langsam hin, halten in angemessenen Abstand völlig an und schauen, ob ein Zug kommt, bzw. hören genau hin. Wenn es frei erscheint fahren Sie langsam über den Übergang. Langsam deswegen, Bahnübergänge sind selten glatt und gerade ausgebaut, Buckel und Löcher sind eigentlich normal.


Essen.

An polnischen Strassen befinden sich sehr viele kleine Raststätten mit leckerem polnischen Essen, welches oft richtig auf einem Kohleherd zubereitet wird. Man sollte Pierogi (kleine Teigtaschen mit vesrchiedenen Füllungen z.B. Quark, Kartoffeln, Salat mit Pilzen etc,) probieren. Schaschlik, Bigos, Kotlet Schabowy schmecken auch lecker. Man kann auch Hamburger und sowas kaufen. Man sollte aber nicht erwarten das man einen Hamburger wie bei McDonald's kriegt. Oft sind im Hamburger verschiedene Salate. Schmeckt anders und ist bestimt gesünder. Man sollte aber achten das er nicht aus der Mikrowelle kommt.


Sicherheit.

In Polen ist man genau so sicher wie in Deutschland auch. Trotzdem hier ein kleiner Tipp. Eine Panne am Fahrbahnrand, fahren Sie weiter. Es kommt hin und wieder vor, dass diese nur fingiert ist, zumeist von Mitgliedern anderer Nationalitäten. Im günstigsten Fall versucht man Ihnen dann unter Vorspiegelung der Notlage irgendwelchen Tand für teures Geld zu verkaufen, im ungünstigen Fall laufen Sie nach Hause.

Ansonsten verweilt man in Polen auch nicht anders als in Deutschland.


Baustellen

In Deutschland gewohntes Bild, eine Autobahnist auf 10 km gesperrt, Arbeiten scheint keiner bis kaum einer. Alles funktioniert mit Laservermessung, ab und zu fährt mal eine Baumaschine umher, ganz selten sieht man mal Menschen.

In Polen stauntman dann nicht schlecht, wenn es auf einer solchen Baustelle richtig wuselt und dutzende Menschen dort beschäftigt sind.

Baustellen auf einer Landstraße hingegen werden zumeist nur sehr knapp vorher angekündigt. Die Regelung erfolgt meist nach dem Motto:" Mal schauen, wer jetzt fahren könnte". Es kann hierbei passieren, dass Sie über bereits abgeschliffene Straßenteile fahren und hierbei scharfkantige Kanten von mehreren Zentimetern Höhe mit dem Fahrzeug überfahren, also in etwa in Bordsteinhöhe.

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